WiLeARN 2018: Die WIENER LERNTAFEL erlebt Abenteuer, Rätsel und Natur!

Drei Veranstaltungen, viele Kinder und ein Riesenspaß. Um Freude am Lernen und neue Interessensfelder zu wecken, haben die Studierenden Corina, Salome und Franz eine ganz besondere Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen: das Projekt WiLeARN 2018. Auf dem Programm standen ein Ausflug nach Schönbrunn mit einer tierisch guten Führung, eine spannende Rätselrallye im 1. Bezirk und ein magischer Pflanzen-Workshop im botanischen Garten der Universität Wien. Ganz herzlich bedanken möchte sich die WIENER LERNTAFEL sowie das Projektteam bei der Österreichischen Hochschüler_innenschaft. Nur durch deren Unterstützung konnte das Projekt erfolgreich umgesetzt werden. Danke!

Vom Löwen bis zum Nasenbär

Wie groß sind eigentlich Elefanten wirklich? Und was genau machen Pandabären den ganzen Tag? Bei einem Tiergartenbesuch am 26. März in Schönbrunn mit Themenführung konnten die Kinder hautnah Tiere erleben, die man sonst (hoffentlich) nicht so schnell zu Gesicht bekommt. Die engagierten Betreuer konnten den Kindern lehrreiche Einblicke in die Tierwelt und den Tiergarten Schönbrunn geben.

 

 

 

 

 

 

Des Rätsels Lösung

Alles ist wie es scheint. Oder doch nicht? Mit den Altstadtmäusen durften die Kinder am 30. April einen spannenden Nachmittag bei einer Rätselrallye in der Innenstadt verbringen. Von der Oper bis zum Burgtheater und in die Innenstadt – sie folgten geheimen Spuren, lösten Rätsel und entdeckten spannende neue Seiten ihrer Heimatstadt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zauberpflanzen

Aus welchem Holz ist der Zauberstab von Harry Potter geschnitzt? Welche Pflanzen verwendeten Zauberer und Hexen für Ihre Trünke? Und welche Pflanzen erzählen von zauberhaften Begebenheiten in Österreich? Die Kinder entdeckten am 22. Mai bei einem ganz besonderen Workshop und einer Führung im Botanischen Garten die verschiedensten Zauberpflanzen. Dabei hörten sie magische Geschichten rund um die unterschiedlichsten Pflanzen. Es wurde gebastelt, gelacht und vor allem: viel gelernt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gefördertes Sonderprojekt der Österreichischen Hochschüler_innenschaft.

Die Lerntafel als Lernlabor

Rauchende Drinks, tanzende Eiswürfel und Seife zum Kneten – die WIENER LERNTAFEL wurde am Samstag zum Forschungslabor für kleine Tüftler*innen. Das ScienceLAB war gemeinsam mit dem Treffpunkt Philiosophie zu Gast; gemeinsam haben sie sich einen naturwissenschaftlichen Parcours ausgedacht. Die Kinder durften einen ganzen Vormittag lang experimentieren und konnten packenden Vorträgen lauschen.

Wieso raucht Trockeneis, wenn man Wasser dazugibt? Wie erstellt man selber einen Slimey? Und was hat es mit dem Becher des Pythagoras auf sich? In kleinen Grüppchen konnten die Kinder von Station zu Station gehen, wo sie sich durch praktisches Tun theoretisches Wissen aneignen konnten.

Und alle waren sich nachher einig: Forschung macht definitiv Spaß!

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Studierende der PÄDAK entwickeln neue Lernkonzepte für die WLT

Viele Kinder, die zur Lerntafel gehen, haben Schwierigkeiten beim Lernen – oft sind sprachliche Hürden ausschlaggebend, manchmal ist es aber auch der fehlende Zugang zu Lerninhalten und damit verbunden eine wenig ausgeprägte Lernmotivation.

Student*innen der Pädak haben diese Problematik als Ausgang genommen und sich Gedanken gemacht, wie man den Kindern die Zugänge zum Lernen erleichtern kann.

Lernen durch Bewegung

Die Lernmotivation soll durch Bewegung, soziales Lernen und Entspannung gefördert werden. Zusätzlich wird das angeeignete Wissen durch Lernspiele verfestigt und die Kinder werden dazu angehalten, sich zwischendurch körperlich zu betätigen. Dadurch wird auch die Grob- und Feinmotorik und der Gleichgewichtssinn trainiert.

„Bewegtes Lernen“ findet in der Lerntafel in Form von regelmäßigen Workshops statt. Darüber hinaus haben die Studierenden eine Materialsammlung angelegt, mit der die Kinder eigenständig Übungen durchführen können.

Erstellen von Lernmaterialen für Lernhelfer*innen

In der Lerntafel werden die Kinder von ehrenamtlichen Lernhelfer*innen begleitet. Die meisten haben keinen pädagogischen Hintergrund und oft fehlt es ihnen an Hilfestellungen, wenn Kinder Lernschwierigkeiten haben oder sich mit der Feinmotorik beim Buchstaben-Schreiben schwertun. Hier möchten die Studierenden ansetzen und selber hilfreiche Materialien zusammenstellen, die sie den Lernhelfer*innen in Folge zur Verfügung stellen. Folgende Teilgebiete sind momentan geplant: Zusammenlauten und phonologische Bewusstheit; Stifthaltung, Feinmotorik und Buchstaben; Zehnerüberschreitung.

 

Das 1. Semester ist geschafft – Zeit für außerschulisches Lernen!

Ausflug ins Konzerthaus

Noch vor den Ferien wurden die Kinder ins Konzerthaus eingeladen. Sie bekamen vor Ort nicht nur eine Führung mit interessanten Details vom Keller bis zu den prachtvollen Sälen, sondern durften auch beim Soundcheck des berühmtem WYNTON MARSALIS dabei sein, der samt Orchester für das abendliche Konzert probte.

Als Draufgabe durften sie „auf Englisch“ (worauf sie sich in der Lerntafel extra vorbereitet hatten) mit einem New Yorker Saxophonisten smalltalken und Fragen stellen – u.a. ob er ein syrisches Lied nachspielen kann, was er tatsächlich versuchte, er war wirklich ausgesprochen nett und lustig!

Als sie dann beim Hinuntergehen plötzlich dem berühmten Wynton Marsalis gegenüberstanden und auch noch Fotos mit ihm machen durften, war das mehr als ein Glücksfall.Voller neuer Eindrücke wurde am Heimweg nach WYNTON gegoogelt und darüber diskutiert, wie man – wie er – bereits mit 17 Jahren berühmt werden kann, bzw. seine Musikkarriere  am besten starten könnte … Wer weiß, vielleicht kommt ja ein nächstes Jahrhunderttalent aus der WIENER LERNTAFEL.

 

Zu Besuch bei Maker Austria

Am ersten Ferientag war die Lerntafel zu Besuch bei Maker Austria! Die Kinder durften die Räumlichkeiten der „Selbermacherei“ benutzen und haben dort ein Bücherregal für unsere kleine Bibliothek gezimmert. Untersetzer aus Holz mit Brandmalereien und Anhänger aus Speckstein wurden nebenbei auch noch angefertigt.
Die Arbeit in einer richtigen Werkstatt mit echten (Bohr-)maschinen hat bei allen Feuereifer entfacht. Und es erfüllt die Kinder mit Stolz und Freude, wenn sie in der Lerntafel das Regal sehen, das sie mit Liebe und Geschick selbst gebaut haben.

 

Bloggen lernen

Damit die Kinder in Zukunft selber über solche Workshops und Ausflüge selbst berichten können, hat eine Lernhelferin eine Blog-Gruppe ins Leben gerufen. Die Teilnehmerinnen – tatsächlich waren nur Mädchen dabei – haben bereits mit ihren ersten Einträgen angefangen und vielleicht sind sie demnächst an dieser oder an anderer Stelle online zu lesen!

 

Picknick mit Mehrwert

Und zum Schluss stand noch ein ganz besonderer Workshop am Programm. Bei einem Picknick im Lernzentrum lernten die Kinder nämlich gleichzeitig Überschlagsrechnen, Budgeteffizienz und Lebensmittelkunde. Die Kids bekamen ein kleines Einkaufsgeld, durften selbst shoppen gehen und haben anschließend über die eingekauften Lebensmittel recherchiert und diskutiert. Was ist überhaupt drin in einem Packerl Chips? Wieso kosten Markenprodukte so viel? Woher kommen die Erdbeeren imWinter? Die Lust am Schlemmen verloren die kleinen Haushaltsprofis aber trotzdem nicht …

 

 

Strahlen, Stolz und Freude

Auch in diesem Jahr durften wir wieder viel Freude erleben: Kinder, die strahlend von ihren größeren und kleineren Notensprüngen berichten, von sich häufenden Erfolgserlebnissen und langersehnten Verbesserungen.

Mit selbstgebastelten Geschenken haben die Kinder ihre Lernhelferinnen und Lernhelfer überrascht und ihnen so „Danke“ gesagt: für ihre geduldige und liebevolle Unterstützung vor Schularbeiten, beim Verfestigen des Schulstoffes und beim Erledigen der Hausübungen.

Wir freuen uns auf ein weiteres erfolgreiches Jahr und wünschen allen FROHE FEIERTAGE und ein glückendes 2018!

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Lerntafel macht jetzt Kunst!

Die letzten Tage wurde die Lerntafel in eine kleine Werkstatt verwandelt. Statt rauchender Köpfe sah man staubige Hände und schuftende Körper. Es wurde eifrigst gesägt, geschraubt und gestempelt … Kunst entstand!

Unter der Anleitung von Kunstschaffenden – Ovidiu Anton, Andreas Duscha, Barbara Eichhorn, Fulterer & Scherrer, Paul Leitner und Vogl – durften die Lerntafel-Kinder Bilder und Objekte herstellen.

Jedes Stück ist ein Unikat! Die kleinen Meisterwerke kann man auch käuflich erwerben (der Erlös geht an die WLT): in der Christine König Galerie den ganzen Dezember lang, an Samstagen zwischen 11 und 16 Uhr wird auch Punsch serviert!

www.christinekoeniggalerie.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brief einer langjährigen Lernhelferin

Liebe Lerntafel,
… und schwupps ist wieder ein Jahr vorüber. Irgendwie geht mir das zu schnell, vielleicht dreht sich die Erde schneller und wir haben es noch nicht erforscht. Könnte doch sein, oder? Wie auch immer, ich danke Euch, dass ich wieder ein Jahr mit dabei sein durfte. Ich hatte jede Stunde ein schönes Erlebnis. Mit einem Kind hab ich sogar einen Schlangensatz, der aber wirklich noch Sinn machte, mit 47 Wörtern zusammengebracht. Beide waren wir stolz und hatten eine riesige Freude. Viele Kinder sind oft überrascht, dass die Stunde schon wieder vorbei ist. Ich dachte zuerst 4 Stunden am Stück werden anstrengend – ja, ich bin anschließend müde, aber mit den Kindern vergeht die Zeit wie im Flug. Es macht mir Freude zu sehen, dass auch die Kinder „wissen“ wollen, dass sie Fragen stellen, dass sie bemüht sind. Glaubt mir, diese Einzelstunden sind für viele, wenn nicht für jedes Kind, die einzige Stunde, wo sie jemanden – nur für sich – zum Deutsch sprechen und Denken haben. In jeder Gruppe würde wieder eines der Kinder untergehen, aufgeben, wie es in der Schule oft der Fall ist. Es mögen die Einzelstunden für jedes Kind erhalten bleiben. Ich wünsche es mir für die Kinder und für mich. Es ist so eine wertvolle und kostbare Zeit, die ich mit den Kindern verbringe. Erst vor kurzem hab ich auch wieder von einem Kind gelernt. Es war so stolz und hat voll Eifer fast ein Referat für mich gehalten. Wirklich gut!!! Kurz gesagt, Eure Einrichtung ist genial. Danke, für EURE Geduld, Euer Engagement, Euren Fleiß und den ständigen Kampf, um diese Einrichtung für uns alle zu erhalten.
Danke und liebe Grüße
Martina

Martina ist seit über fünf Jahren Lernhelferin bei der WLT.

„Sprache ist größtes Problem“ – eine Reportage aus dem Kurier vom 19.Oktober

Von Julia Schrenk

Yusra (9) sitzt am sogenannten Hausaufgabentisch. Ein Arbeitsblatt mit der Hausübung liegt vor ihr: Yusra muss Zehner in Einer umwandeln und umgekehrt. „Ein Zehner hat wie viele Einer?“, fragt Hilde. Sie ist freiwillige Lernhelferin bei der Wiener Lerntafel, einer privaten Initiative, die Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren, die in sozial benachteiligten Familien leben, kostenlos beim Lernen unterstützt.

500 Kinder aus 39 Nationen werden von Montag bis Samstag in Simmering und Kagran von insgesamt 250 Freiwilligen beim Lernen unterstützt. Sie machen gemeinsam Hausübung oder bereiten die Kinder einzeln auf Schularbeiten oder Tests vor. Es sind meist Kinder mit Eltern, die wenig oder schlecht Deutsch sprechen und deshalb nicht in der Lage sind, bei der Hausübung zu helfen. 60 Prozent der Kinder, die zur Wiener Lerntafel kommen, sind österreichische Staatsbürger, aber: „95 Prozent haben nicht Deutsch als Muttersprache“, sagt Obmann Stefan Unterberger.

„Das Problem ist, dass sie überall in ihrer eigenen Sprache verhaftet bleiben. Die Durchmischung funktioniert nicht mehr so wie vor 30 Jahren“, sagt Ines Sindelar (31), Klinische und Gesundheitspsychologin bei der Lerntafel. Auch Ülkö hat ihre Tochter Amina (7) in Simmering angemeldet, damit sie besser Deutsch lernt. „Sie versteht es schon, aber spricht nicht so gut“, sagt die Mutter. „Bis der Vater nach Hause kommt, schauen wir jetzt auch nur österreichisches Fernsehen.“

Laut Unterberger seien viele Kinder in der Muttersprache nicht sattelfest, könnten deshalb Deutsch als erste Fremdsprache nicht so gut lernen. Und wer nicht gut Deutsch kann, verstehe auch Angaben auf Arbeitsblättern nicht. Das zeigt sich auch, als die siebenährige Sundus bei der pensionierten Biologie- und Sportlehrerin Hilde Hausaufgaben macht. Auf ihrem Arbeitsblatt sind dreiblättrige Kleeblätter gezeichnet, in jedem Blatt steht eine Zahl. „Finde zu den Zahlen jeweils eine Plus- und eine Minusaufgabe“, lautet der Arbeitsauftrag. Hilde lässt die kleine Sundus die Angabe zuerst vorlesen. „Dann seh’ ich gleich, ob und wo die Kinder stocken“, sagt sie. Und tatsächlich. Sundus stolpert über das Wort „jeweils“. „Das ist ein schwieriges Wort. Weißt du, was es bedeutet?“, fragt Hilde die Siebenjährige. Als diese das verneint, erklärt Hilde es ihr. „Die Sprache ist das größte Problem“, sagt die Lehrerin.

Laut Obmann Stefan Unterberger sei das System der Lerntafel erfolgreich – die Kinder seien im Durchschnitt zehn Monate in Betreuung; 90 Prozent würden das Schuljahr danach positiv abschließen. „Trotzdem bekommen wir von der Stadt Wien keine Förderung“, sagt Unterberger. 100 Kinder stünden auf der Warteliste, ausgebaut werden könne das Angebot aber nicht. Erstens würde es dann weitere Lernhelfer brauchen und zweitens sei das Gelds knapp.

Der Verein finanziert sich ausschließlich über Spenden und Sponsoren. Nur das Sozialministerium habe die Lerntafel zuletzt mit 15.000 Euro unterstützt, doch auch die Förderung läuft nächstes Jahr aus. Laut einem Sprecher der MA 13 (Bildung und außerschulische Jugendbetreuung) fördere die Abteilung die Lerntafel nicht, weil die Wiener Volkshochschulen Partner in Sachen gratis Lernhilfe sind. Man wolle einheitlichen Standards einhalten.

Frischluft fürs Hirn – ein Lernhelfer berichtet

Von Pascal Kellermayer

Eigentlich könnte ich mit der Nachfrage nach meiner beruflichen Tätigkeit sieben Tage in der Woche füllen, und in den ersten, schwierigen Jahren meiner Selbständigkeit wäre es mir nie in den Sinn gekommen, daneben noch etwas anderes zu tun – nicht einmal Hobbies hatten Platz in diesen von Existenzangst geprägten Zeiten. Mit den Jahren stellte sich aber nach und nach immer mehr Sicherheit und Routine ein.

Aber mir wurde auch immer wieder deutlich – vor allem durch das Hören von Radioreportagen auf Ö1, BBC und France Inter -, dass das, was ich leiste, um mein Geld zu verdienen, relativer Luxus ist gemessen an dem, was für die Mehrzahl der Menschen für eine bessere Zukunft wichtig wäre. Als ich dann zufällig von der Wiener Lerntafel erfuhr, wusste ich, dass das ein Ort ist, wo ich mich einbringen und etwas bewirken kann. Wo ich die Kinder zum Wissenwollen, Verstehen und Nachdenken anregen kann.

Es geht mir hierbei nicht um Inhalte, denn diese sind den Kindern ja schon von der Schule vorgegeben. Aber es geht mir um jene Begeisterung, die sich einstellt, wenn man das, was man lernen soll, plötzlich nicht nur weiß, sondern auch versteht. Denn im Gegensatz zu Wissen lässt echtes Verstehen eine Freude am Weiter-Nachdenken entstehen, die junge Menschen mit noch flexiblem Geist gegen Populismus und „alternative Fakten“ immunisieren sowie ihnen den Weg zu guter Bildung und einer glücklichen Berufswahl ebnen kann.

Natürlich besteht der größere Teil der Nachhilfestunden nicht aus beträchtlichen Verständniszuwächsen, sondern oft aus Routinearbeit, Wiederholung und manchmal auch aus frustrierendem Misserfolg. Manchmal erscheint eine Stunde auch zu kurz, um sich ausgiebig genug mit dem Lernstoff befassen zu können. Gerade bei Kindern mit hohem Aufholbedarf ist die Zeit oft knapp, da es bei diesen Kindern schon einmal länger braucht, herauszufinden, woran das Verständnis des Stoffes scheitert und dann den richtigen Weg zu finden, ihm zu helfen oder überhaupt Interesse daran zu wecken.

Aber so zäh der Weg zum Erfolg für beide Seiten oft auch sein mag – die Freude daran überwiegt die Ungeduld, Langeweile und Frustration bei Weitem. Das merke ich einerseits an den Gesichtern der Kinder: Die meisten sind sehr motiviert. Einige kommen unmotiviert und zeigen im Verlauf der Stunde immer mehr Begeisterung. Und was mich selbst betrifft: Meist ist es ein bisschen Herausforderung und viel Routine, manchmal viel Herausforderung mit viel Erfolg, hin und wieder auch einmal etwas langweilig, aber ich bin jedes Mal froh, dort gewesen zu sein.

Die Lerntafel ist etwas ganz anderes als mein Job und dadurch sozusagen Frischluft fürs Hirn. Und manchmal habe ich sogar den Eindruck, seit diesem Engagement auch in Gesprächen mit Familie, Kunden und Bekannten überzeugter auftreten zu können: Ich argumentiere klarer und formuliere verständlicher.

Pascal Kellermayer (rechts im Bild) ist 44 Jahre alt und betreibt ein nachhaltiges Reinigungsunternehmen. Er ist seit eineinhalb Jahren Lernhelfer bei der WLT.

 

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